Hans Lang
Träger des 5. Schusterordens 2003

Liebe Närrinnen und Narrhallesen

Ein dreifach kräftiges Uraha Helau

Lauter feine Leut‘.

Find‘ ich im Vereinshaus heut‘.

Bekannte viel – aus nah und fern.

die sieht beim KCH man gern.

Als Ehrengäste, mir zu Füßen,

darf ich ‚ alle Euch begrüßen.

Doch besondre Gäste. welche Ehr

kommen aus Stadt und Landkreis her.

Stammen aus Politik und Industrie

Auch aus der Wirtschaft kommen sie.

Wenn seh‘ ich da ‚ ganz elegant?

Er hält Paulinchen an der Hand.

Der Ernst ist‘s, unser Altstadtheck.

Er sitzt am Ehrentisch, am Eck.

Wen sch‘ ich noch? —Der ist ganz in

Ist täglich in der Zeitung drin,

der Landrat ist‘s, Graf Eberhard,

uni den der ganze Kreis sich schart.

Und der hat – mit Bedacht

Sei „Vice“. die – Frau Knorr auch mitgebracht.

Sodann zählt zu den Ehrengästen

ein Bankvertreter, – nur vom Besten.

[)er Name ist hier gut bekannt,

im ganzen Ort in Stadt und Land.

Herr Dr. Buchmann von der Sparkass‘ hat das Geld

das den Vereinen oftmals fehlt.

Wen seh‘ ich noch? Ach ja, der Dassler Michael

Der sitzt im Stadtrat, redt nicht viel

doch was er macht

ist wohl durchdacht!

So wünsch‘ ich mir die Stadtvertreter,

denn leer daherreden kann jeder.

Für manche gibt es auch ‘nen Orden,

für Verdienste sind verteilt sie worden.

Und das ist oftmals ganz schön schwer: –

wen nimmst als Ordensträger her?

Vor allem nach dem großen Festjahr.

das ein groß Spektakel hier in Herzi war!

Stellt man sich die bange Frage

Über Monate und Tage:

Wer bekommt den Schusterorden?

Viermal ist er verteilt erst worden:

Der Walzen Schorsch stand zuerst hier oben,

dann hat man die Schaefflers Lies emporgehoben.

Der Schmelln Gerch wurde darauf geehrt

Dann kam der Schweglers Heini, – nicht verkehrt.

Wer also ist denn heuer dran

Ist es ‘ne Frau ist es ein Mann?

1 hat er/hat sie Verdienste sich erworben

End hat die Stimmung nicht verdorben?

Wer unterstützt den KCH

Und wer ist für „des Steedtla“ da?

Ist er/ist sie Vorstand in ‘nein Verein,

oder wird sie Schönheitskönigin sein?

Die Spannung steigt, man merkt ‚ es knistert,

und manchem wird ins Ohr geflüstert,

wen mau vermutet, wer es ist,

der von den Pagen wird geküsst,

wenn ihm der Orden umgehängt,

woran der ganze Saal jetzt denkt.

Kann es der Siggi 5 Sendner sein,

der den Festzug gemanagt fast allein?

Ist‘s gar ein Stadtrat, dann fürwahr,

stellt sich die Frage sonnenklar:

Welch‘ Farbe stellt er denn zur Schau

Schwarz oder rot Oder ist es doch ‘ne Frau?

Ich merk‘s ‚ ihr kommt auf den Geschmack, 

Also – ich lass die Katze aus dem Sack,

ich verrat Euch, wer heut ist gemeint.

auf wen ich meine Verse greimt.

Den Schusterorden kriegt ein Mann.

der viel für diese Stadt getan.

Für ihn zu dichten fällt nicht schwer,

doch spannend das zu machen sehr!

Vom hohen Scheitel bis zur Sohlen 

ich sag‘ es Euch ganz unverhohlen

ein Edelmann ist die Person,

man sieht‘s an seinem Lachen schon.

Der lacht so schön, so breit und rund,

und immer breiter wird sein Mund.

Und weil er Ohren hat, darum

Lacht er nicht ganz im Kreis herum!

Geboren hier in dieser Stadt,

die nur integre Bürger hat,

fuhr mit der Fuchtl neun Jahr nur,

macht dann in Erlang Abitur, 

lernt, —wird dann Soldat, —trägt Uniform ganz toll

und landet doch am End& beim Zoll

in Neustadt erst und in Erlang

da wurd´s ‚ den schlimmsten Schmugglern bang.

Schon bald lockt ihn die Politik,

hat auch für Frauen einen Blick.

Und auf dem Weg zur Maiandacht

hat ihn die Helga angelacht.

Sie flüstert ihm ins rechte Ohr

Das kam bis dato gar nicht vor:

Hans: An deiner Seite ganz allein.

möchte ich einst erste Lady sein.

Hans überlegt, der Name passt schon in die Stadt

Die bisher nur zwei Hansen hat:

Den Maiers Hans und den Hans Ort

Und er beschließt dann hier vor Ort:

Ich will es wissen, ich pack‘s an

Ich wird am Ort der erste Mann.

Der Hans hat alle Kraft genommen

Hat sich politisch frei geschwommen:

Wurd‘ Stadtrat, Kreisrat, Bürgermeister,

nur auf den Kanzlerposten pfeift er.

Hier in Herzi kann ich regieren, wie ich will,

die Opposition bewirkt nicht viel

und selbst dem Landrat wird recht bang,

sieht er den Bürgermeister Lang.

Der strotzt voll Kraft und Selbstvertrauen 

lhn kann schier nichts vom Hocker hauen,

Hat Puma hier, Adidas und INA

Und in der Stadt ein Super Klima.

doch lieber Hans a weng Bedacht

ist bei den Brunnen angebracht.

St. Kilian und Ochsentränke

Sind nicht grad die schönsten Gschenke.

Die Bürger wollen etwas sehn,

das in die Stadt passt – schön.

Nicht Turmspringer, nein ‘nen Schusterbuhen

wolln wir in unsrer guten Stuben

in unserm schönen Schedtla wolln wir sehn

Doch

Den höchsten Orden kriegst du nur,

mit einem Eid und einem Schwur‘

du musst es heut versprechen

und darfst den Schwor gewiss nicht brechen,

ein Brunnen mit nem Schuster, der muss her,

das fällt Dir doch bestimmt nicht schwer.

Im nächsten Jahr weihn wir den ein,

und Ihr sollt alle Gäste sein!

Helau!